Aktuelle Schulpolitik in Olsberg

Schulpolitik ist und bleibt ein kritisches Thema. Oft wird aus den Reihen der Lehrer oder Eltern beklagt, dass zu schnelle, zu viele Veränderungen für den Schulalltag nicht förderlich sind. In Olsberg stellt sich im Bezug auf die Sekundarstufe I nicht die Frage, ob wir verändern müssen, sondern wie wir verändern. Mit nur noch 13 Anmeldungen für die Hauptschule Olsberg  im Schuljahr 2010/11 ist der Schulbetrieb auf  Dauer nicht mehr möglich. Aus diesem Jahrgang nehmen über 20 Hauptschüler aus Olsberg  den längeren Weg zur Ganztagshauptschule Siedlinghausen in Kauf.


Wie schon geschrieben, hat der Rat der Stadt Olsberg beschlossen, im Januar die Weichen für eine Verbund- oder Gemeinschaftsschule in Olsberg zu stellen. Bürgermeister Wolfgang Fischer wird im Januar für die Eltern der Klassen 3 und 4 Grundschule  Gespräche zur Vorstellung der verschiedenen Schulformen anbieten.
Wir möchten Sie als CDU Stadtverband  bereits am 07.12.2010 einladen, um die Schulformen vorzustellen.
Wir halten es für wichtig, dass Eltern, Lehrer, Bürgerschaft und Politik sich gemeinsam mit dem Thema beschäftigen, um die bestmögliche Schulform für Olsberg zu finden.
Deshalb freuen wir uns in Olsberg, dass es uns gelungen ist, für unsere Informationsveranstaltung  zwei herausragende  Referenten zu gewinnen.
Herr Udo Beckmann, Landesvorsitzender „Verband Bildung und Erziehung“, der die Gemeinschaftsschule favorisiert. 
Auf den Internetseiten des VBE ist zu lesen:
Die Genehmigung der Gemeinschaftsschule in Ascheberg ist aus Sicht des VBE ein richtiger und wichtiger schulpolitischer Schritt. Mit dem Modellversuch Gemeinschaftsschule wird den Kommunen und Schulen neue Möglichkeiten der Schulentwicklung eröffnet. Das Modell der Gemeinschaftsschule bietet nicht nur die Möglichkeit, auch in Zeiten sinkender Schülerzahlen ein wohnortnahes, vollständiges Schulangebot bereit zustellen, sondern auch die Chance, den engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen zu entkoppeln. Darüber hinaus bietet die Gemeinschaftsschule gymnasiale Standards, die von den Eltern mehr und mehr nachgefragt werden.
Und den langjährigen schulpolitischen Sprecher und heutigen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag Klaus Kaiser.
Klaus Kaiser vertritt die Auffassung, dass es keinen wissenschaftlichen Beleg für die Funktionalität des  gemeinsamen Lernens in einer Gemeinschaftsschule gibt.  Die CDU Landtagsfraktion lehnt die Gleichmacherei ab. Die Eltern sollen weiterhin die Möglichkeit haben, für ihre Kinder die bestmögliche Schule entsprechend ihren Interessen und Begabungen wählen zu können. Die CDU Landtagsfraktion steht für ein vielfältiges Schulangebot, dass den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird

Hiltrud Schmidt
Stadtverbandsvorsitzende

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