Die Stadt Olsberg geht in Richtung Sekundarschule

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In der gestrigen Ausschusssitzung Bildung, Sport, Freizeit gab die Verwaltung einen Sachstandsbericht über die aktuelle Schulpolitik in Olsberg. Seit fast einem Jahr befassen sich hiermit Stadtrat, Ausschuss, Verwaltung und Fraktionen.  

Der starke Rückgang der Schülerzahlen an der Hauptschule Olsberg erfordert die Veränderung der Schulstruktur. Um ggf. eine Gemeinschaftsschule einzurichten, musste ein pädagogisches Konzept erarbeitet werden.  Drei Lehrpersonen der Realschule, drei Lehrpersonen der Hauptschule und ein Grundschulrektor erarbeiteten das notwendige pädagogische Konzept, unter Beteiligung der Bezirksregierung und des Schulträgers. Der stellvertretende Bürgermeister Karl-Josef Steinrücken lobte die Erstellung des Konzeptes in dem kurzen Zeitraum.

Inzwischen hat es in Düsseldorfer Landtag einen Schulkonsens zwischen CDU, SPD und Grüne gegeben. Die drei Parteien einigten sich auf die neue Sekundarschule. Gemeinsames Lernen gibt es dabei in den Klassen fünf und sechs; dieses wird differenziert gestaltet, da kein gymnasiales Niveau für alle verpflichtend ist.  Eine Oberstufe hat diese Schulform nicht. Hier müssen Kooperationen mit Gymnasien und Berufskolleg geschlossen werden. Die Sekundarschule ist passgenau für Olsberg und hat nicht die Nachteile einer Gemeinschaftsschule.

Das pädagogische Konzept war aber nicht umsonst, sondern wird für die Sekundarschule benötigt.  Die Verwaltung in Olsberg wartet jetzt auf den  Zeitplan und die detaillierten Regelungen der Bezirksregierung. 


 

Eckpunkte der neu zu schaffenden Sekundarschule sind: 

  • ·Als Schule der Sekundarstufe I umfasst sie die Jahrgänge 5 bis 10. 
  • ·Sie ist mindestens dreizügig. Horizontale Teilstandortbildungen sind möglich. 

Bei vertikalen Lösungen kann der Teilstandort einer mindestens dreizügigen Stammschule zweizügig geführt werden, wenn damit das letzte weiterführende Schulangebot einer Gemeinde gesichert wird. Weitere Ausnahmen bei vertikalen Lösungen sind in begründeten Einzelfällen möglich, wenn das fachliche Angebot und die Qualitätsstandards nicht eingeschränkt werden. 

  • Der – in der Regel 9-jährige – Bildungsgang zum Abitur wird durch verbindliche Kooperation/en mit der gymnasialen Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs gesichert. Wenn der Bedarf für eine mindestens vierzügige integrierte Schule mit einer eigenen gymnasialen Oberstufe besteht, ist eine Gesamtschule zu gründen, für deren Errichtungsgröße der Wert 25 Kinder pro Klasse gilt.  
  • Die Sekundarschule bereitet Schülerinnen und Schüler sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vor. Die neu zu entwickelnden Lehrpläne orientieren sich an denen der Gesamtschule und der Realschule. Dadurch werden auch gymnasiale Standards gesichert. 
  • In den Jahrgängen 5 und 6 wird gemeinschaftlich und differenzierend zusammen gelernt, um der Vielfalt der Talente und Begabungen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. 
  • Ab dem 7. Jahrgang kann der Unterricht auf der Grundlage des Beschlusses des Schulträgers unter enger Beteiligung der Schulkonferenz integriert, teilintegriert oder in mindestens zwei getrennten Bildungsgängen (kooperativ) erfolgen. 
  • Die zweite Fremdsprache im 6. Jahrgang wird fakultativ angeboten; ein weiteres Angebot einer zweiten Fremdsprache ab Jahrgang 8 sichert die Anschlussfähigkeit für das Abitur. 
  • Der Klassenfrequenzrichtwert beträgt 25. 
  • Die Lehrkräfte unterrichten 25,5 Lehrerwochenstunden 
  • Die Sekundarschule wird in der Regel als Ganztagsschule geführt, und zwar mit einem Zuschlag von 20 Prozent.

Artikel: Leitlinien für die Gestaltung des Schulsystems in NRW

http://www.cdu-olsberg.de/aktuelle-meldungen/leitlinien-fuer-die-gestaltung-des-schulsystems-in-nrw.html


Weiter gab Herr Axmann bekannt, dass ab der 5 Klasse für die Haupt- und Realschule die Übermittagsbetreuung angeboten wird. Die Gelder für die Schulsozialarbeit werden aufgestockt, durch das neue Bildungs- und Teilhabepaket. Damit kann die bestehende halbe Stelle auf eine ganze Stelle aufgestockt werden. 

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