Fachausschuss befasst sich mit der Schulentwicklungsplanung für Haupt- und Realschule in Olsberg
Am Dienstag, 18.01.2011 finden die Beratungen im Ausschuss Bildung, Sport, Freizeit über die weitere Schulentwicklungsplanung -Hauptschule und Realschule Olsberg - statt.
Von der Bezirksregierung Arnsberg wurde aufgezeigt, dass lediglich die Errrichtung einer Verbundschule oder einer Gemeinschaftsschule weiterhelfen kann.
Verbundschule:
- organisatorischer Verbund
- getrennte Bildungsgänge der Haupt- und Realschule
- getrennte Lehrpläne
- gemeinsamer Unterricht in Nebenfächern möglich
- einfache Durchlässigkeit zwischen beiden Bildungsgängen
- gemeinsame Erprobungsstufe in der Schuljahren 5 und 6
- gemeinsames Kollegium, welches an beiden Schulformen unterrichten kann
- mindestens eine Klasse der jeweiligen Schulform
Gemeinschaftsschule:
- in der Regel gebundener Ganztag, ausnahmsweise offene, flexible Angebote
- integrierter Unterricht in Klassen 5 und 6 mit gymnasialem Standard
- ab Klasse 7 oder später Unterricht in integrierter oder kooperativer Form
- Erreichbarkeit aller für die Sekundarstufe I vorgesehenen Abschlüsse
- eigene gymnasiale Oberstufe oder Kooperation mit Gymnasium oder einer anderen Gemeinschaftsschule mit Sekundarstufe II und/oder Gesamtschule und/oder Berufskolleg, das den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife ermöglicht
- Abitur nach 9 Jahren (G 9); bei herausragenden Leistungen Übergang nach der Sekundarstufe I in die Qualifikationsphase möglich
- mindestens 3 Parallelklassen
Zu den jeweiligen Schulformen wird ein Vertreter der Bezirksregierung in der Fachausschusssitzung weiter umfassend Auskunft geben.
Weiterhin werden die Schulleiter: Hauptschule Frau Kügler, Realschule Herr Aufmkolk die geplante Zusammenarbeit beider Schulen vorstellen.
Unabhängig von den weiteren Entscheidungen hat die Stadt Olsberg gegenüber der Bezirksregierung mit Schreiben vom 16.12.2010 das Interesse an der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule bekundet. Durch diese Mitteilung wurde signalisiert, dass sich die Stadt Olsberg Gedanken über die Einführung einer Gemeinschaftsschule macht und auf dem Weg der Entscheidungsfindung ist. So ist die Option offen gehalten, ob an dem Modellprojekt teilgenommen wird oder nicht.
Vorbehaltlich der Zustimmung des Ausschusses könnte der Zeitplan für die weiteren Maßnahmen wie folgt aussehen:
31.01.2011 Informationsveranstaltung der Eltern der 3.- und 4.-Klässler in der Mensa der Haupt- und Realschule
23.02.2011 Informationsveranstaltung für alle Interessierten zum Thema Verbund- und Gemeinschaftsschule im Haus des Gastes unter Beteiligung von unabhängigen Fachleuten
März 2011 Befragung der Eltern der 2.- und 3.-Klässler sowie Auswertung der Umfrage
05.05.2011 Weitere Beratung / Entscheidung über die zukünftige Schulform in der Ratssitzung
Der CDU Stadtverband hatte bereits am 07.12.2010 zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um beide Schulformen vorzustellen.