Kommentar zum Bericht im Briloner Anzeiger vom 22.12.2010
Was bedeutet Politik:
„ Das Wort Politik bezeichnet die Angelegenheiten, die die Einrichtung und Steuerung von Staat und Gesellschaft im Ganzen betreffen. Es umfasst dabei alle Aufgaben, Fragen und Probleme, die den Aufbau, den Erhalt sowie die Veränderung und Weiterentwicklung der öffentlichen und gesellschaftlichen Ordnung anbelangenden .Politik „bezeichnet jegliche Art der Einflussnahme und Gestaltung sowie die Durchsetzung von Forderungen und Zielen, sei es in privaten oder öffentlichen Bereichen. „
Bei der Suche nach einem geeigneten unparteiischen Referenten für die Veranstaltung Schule am 07.12.2010 haben wir festgestellt, dass es keine unparteiischen Referenten gibt, u. a. hatte die Bertelsmannstiftung abgesagt, da sie nicht explizit im Thema wäre.
Der viel zitierte Dr. Rösner und der Verband Bildung und Erziehung stehen für das Modell Gemeinschaftsschule. Die Gewerkschaft Lehrer NRW und Klaus Kaiser, MdL (langjähriger schulpolitischer Sprecher der CDU NRW) favorisieren die Verbundschule.
Die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (Bündnis 90/Die Grünen) will die Gemeinschaftsschule installieren, das ist Schulpolitik. Sie bevorzugt die Gemeinschaftsschule mit kleineren Klassengrößen und weniger Stunden für die Lehrer, dass ist Parteipolitik.
Die Veranstaltung am 07.12.2010 vom CDU Stadtverband war als Informationsveranstaltung eingeladen worden und es wurde informiert, leider manchmal zu polemisch. Wichtig waren uns die Themen, weniger Schülerzahlen und Sicherung des Schulstandorts, zu thematisieren. Wichtig waren für die Ratsvertreter vor allem, die Meinungen und Überlegungen seitens der Lehrer und Eltern in Erfahrung zu bringen.
Offen blieb die Frage, wie in der Gemeinschaftsschule schwächere und stärkere Schüler gefördert werden können. Als Problem der Verbundschule wurde angemahnt, das hier eine Mindestzahl im Hauptschulbereich verpflichtend sei, der derzeitig nicht erfüllbar wäre.
Diese Veranstaltung war eine Veranstaltung, die ergebnisoffen konzipiert war. Bewusst haben wir uns dazu entschieden, zwei konträre Vertreter einzuladen.
1. Udo Beckmann von dem Verband Bildung und Erziehung., der bereits seit 2006 die Gemeinschaftsschule favorisiert.
2. Klaus Kaiser MdL, langjähriger schulpolitischer Sprecher, in dessen Regierungszeit der CDU NRW die Verbundschule auf den Weg gebracht wurde.
Leider hat die einseitige Berichterstattung im Briloner Anzeiger dieses nicht bewertet, sondern unsere Veranstaltung als parteipolitisch zu degradieren versucht. Er unterlässt aber in seinem Bericht, die kritischen Wortmeldungen aus der Lehrerschaft und den anderen Teilnehmern zur Gemeinschaftsschule zu erwähnen und offenbart hiermit augenscheinlich seine parteipolitischen Ansichten.
Hiltrud Schmidt
Stadtverbandsvorsitzende Olsberg