Resolution zur Weiterführung der A46 / B7n
Der Rat der Stadt Olsberg hat am Donnerstag eine Resolution zur zeitnahen Weiterführung der A 46 / B 7n bis zum Autobahnkreuz A 44 / A33 beschlossen.
Die Resolution, die die CDU und SPD in Olsberg beantragten, wurde gegen die Stimmen der „Grünen“ auf den Weg gebracht. Diese stimmten nicht zu, da Ihrer Auffassung nach zuviel Land- und Forstwirtschaftsfläche verbraucht und Naturschutzgebiete zerschnitten würden.
Das CDU Ratsmitglied Jochen Siedhoff führte für die CDU Fraktion aus:
Aus gegebenem Anlass haben wir von der CDU Fraktion Olsberg uns vor einigen Wochen dazu entschlossen, die Verwaltung zu bitten, eine Resolution zum zügigen Weiterbau der A46/B7n in Richtung Autobahnkreuz Wünnenberg/Haaren zu erstellen. Nach Beschlussfassung soll diese Resolution umgehend an die zuständigen Stellen in NRW und an den Bund weitergeleitet werden.
In der verfassten Resolution wird vor allem die wirtschaftliche und touristische Bedeutung für Antfeld dargestellt.
Denn bis zu 25.000 ortsdurchfahrende PKW´s sowie LKW´s sind nicht mehr zu ertragen. Für unsere Kinder ist es teilweise lebensgefährlich, ihre Schulbusse zu erreichen. Die Orte sind täglich hohen Konzentrationen von Abgasen und Lärmbelästigungen ausgesetzt. Wir „ertrinken“ in Antfeld und Altenbüren im Verkehr. Eine zusätzlich erhebliche Entlastung für die Ortschaften wird es durch eine separate Abfahrt von der B7n in das geplante interkommunale Gewerbegebiet Brilon/ Olsberg geben. Deshalb werden wir von der CDU Fraktion, der von der Verwaltung verfassten Resolution zustimmen.
Resolution
Die Entscheidungsträger in Bund und Land werden aufgefordert, zeitnah dafür die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass der durchgängige Bau der A 46 /B 7n als ein Straßenzug in der West-/Ostachse bis zum AK Wünnenberg / Haaren (A44/A33) gebaut wird.
Die Städte Brilon und Olsberg fordern unverändert seit mehr als 20 Jahren (gemeinsam mit der Gemeinde Bestwig) die durchgängige Realisierung der A 46/B 7n zwischen Hemer und Brilon und die Weiterführung bis zur A 33/A44.
Dem Abschnitt Velmede-Nuttlar einschließlich seiner Weiterführung als B 7n bis Brilon und darüber hinaus bis zur Anbindung an die BAB A 44/A 33 kommt aus der Sicht der Stadt Olsberg und der Region eine besondere Bedeutung zu. Nur so kann die Wirtschaft in der Stadt Olsberg und der gesamte südöstliche Teil des HSK leistungsfähig an das überörtliche Straßennetz angebunden werden.
Mit dem Beginn der Baumaßnahme der Ortsumgehung Olsberg (B 480n) wurde bereits ein maßgeblicher Schritt vollzogen. Nunmehr ist es unabdingbar, dass die Ortsumgehung über den geplanten Zubringer (B 480n) an das weitere überregionale Straßennetz angeschlossen wird.
Mit dem Neubau und der Weiterführung der A 46 / B7 n entsteht für das verarbeitende Gewerbe verkehrlich eine verbesserte regionale Anbindungsqualität mit positiven Auswirkungen auf Beschäftigungseffekte im Arbeitsmarkt.
Die Anbindung des 52 ha großen Regionalen Gewerbeparks Brilon - Olsberg an das überregionale Verkehrsnetz (B 7n) ist ein wesentliches Kriterium für eine erfolgreiche Vermarktung. Die interkommunale Kooperation der Städte Brilon und Olsberg bei der Flächenmobilisierung für die Verkehrswege und das Gewerbegebiet hat richtungweisenden Charakter und wird die vorhandene Wirtschaftsstruktur in einer Region mit ca. 65.000 Einwohnern unterstützen und fortentwickeln.
Der Anschluss des Gewerbegebietes wird über eine separate Abfahrt von der A 46 / B7 n ermöglicht, mit der Folge, dass die Ortsteile Antfeld und Altenbüren erheblich vom Durchgangsverkehr entlastet werden.
Die Tourismuswirtschaft, hier insbesondere die touristischen Großanlagen südlich dieser Trasse und auch die überregionalen Wintersportplätze im Großraum Winterberg, brauchen die Verbindung der B 7n / B 480n bis zum Anschluss an die A 33/A44 ebenso dringend wie auch kurzfristig.
Wirtschaftliches Wachstum benötigt gerade aus der Sicht der hier vorhandenen florierenden Betriebe arbeitsteilige Arbeitsprozesse und diese erfordern ein leistungsfähiges Verkehrssystem. Standorte, die wegen ihrer schlechten Erreichbarkeit nicht zuverlässig in ein vertaktetes System eingebunden werden, werden an Attraktivität im Wettbewerb verlieren.
Deshalb müssen Bund und Land daran interessiert sein, die Verkehrsinfrastruktur auf einem leistungsfähigen Niveau zu halten und weiter auszubauen, um den heimischen Standorten eine hohe Lagegunst zu sichern.
Der durchgängige Bau der A 46 / B 7n inkl. Zubringer Olsberg B 480n als ein Straßenzug in der West-/Ostachse bis zum AK Wünnenberg / Haaren (A44/A33) wird nicht nur von der Stadt Olsberg gefordert. Mit Nachdruck hat mehrfach der Verkehrsausschuss der IHK ebenfalls die Entscheidungsträger in Bund und Land aufgefordert, diesen Lückenschluss umgehend zu realisieren. Die politischen Kräfte in der Region unterstützen dieses Anliegen einmütig.
Der motorisierte Individualverkehr im ländlichen Raum wird weiterhin der bestimmende Faktor sein. Das vorhandene Schienennetz auf den Strecken Kassel – Hagen und Bestwig – Winterberg wird bislang fast ausschließlich für den Personentransport und nicht für den Güterverkehr genutzt. Auch für die Zukunft ist nicht damit zu rechnen, dass diese Strecken für den Güterverkehr aktiviert werden und damit das Straßennetz nachhaltig entlasten könnten.
Der motorisierte Güter- und Personenverkehr nimmt auf den Bundesverkehrsstraßen hier im ländlichen Raum die eindeutig dominierende Rolle ein und ist von dementsprechend hoher Bedeutung für Bevölkerung und Wirtschaft des Standortes Hochsauerland.