Wie sieht die Schulform der Zukunft in Olsberg aus.

Veranstaltung Schule 

 In der sehr gut besuchten „Öffentlichen Veranstaltung“  am Dienstag blieb das Ergebnis erwartungsgemäß offen. Nachdem die Stadtverbandsvorsitzende Hiltrud Schmidt die Gäste begrüßte,  erklärte der Bürgermeister der Stadt Olsberg Wolfgang Fischer, die derzeitige Situation in der Stadt Olsberg und den Nachbarstädten. Trotz guter Abschlüsse in der Hauptschule nahmen die Schülerzahlen in den letzten 5 Jahren um 50 % ab. Neue Lösungen, bzw. Schulformen müssten in Olsberg angedacht und umgesetzt  werden.  Wichtig dabei sei es, alle Beteiligten Eltern, Lehrer und Bürgerschaft frühseitig mit ins Boot zu nehmen. Er gab deutlich sein Unverständnis kund, dass Brilon und Winterberg mit den geplanten Realschulzweigen mittelfristig der Olsberger Realschule die Schüler abwerben. Jede Kommune sei wohl nur noch sich selbst am nächsten und eine gewisse Ellenbogenmentalität wäre zu erkennen.

 

 

Der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Herr Udo Beckmann  stellte das Modellprojekt Gemeinschaftsschule ausführlich vor und setzt sich für ein langes Offenhalten des Bildungsweges ein. Er vertritt die Auffassung, dass  die Chancengleichheit für alle Schüler erhöht wird. Er stellte heraus, dass sich alle von den veralteten Bildungstheorien  lösen sollten.

 

Erwartungsgemäß  plädierte Klaus Kaiser für die Verbundschule, die alle Chancen offen ließ und die Schüler nach ihren Begabungen fördere.   Er kritisierte, dass die Grünen im Landtag mit dem  Modellversuch Gemeinschaftsschule durch die Hintertür die Gesamtschule einführen wollten und sprach sich gegen die Schulform Gemeinschaftsschule aus.

 

In der anschließenden Diskussion hinterfragten mehrere Zuhörer aus den Lehrerkollegien (Haupt und Realschule) die Schulformen. Kritisch wurde bei der Gemeinschaftsschule herausgestellt, dass durch die gymnasialen Standards, die Schwachen überfordert wären. Andererseits, bei besonderer Förderung der Schwachen, die guten Schüler unterfordert würden.

 

Ein Lehrer wies darauf hin, dass in der Verbundschule der Hauptschulzweig eine Mindestanzahl von 18 Schülern/innen notwendig sei. Bürgermeister Fischer lobte ausdrücklich die Hauptschule. Vor allem die heimischen Wirtschaftsbetriebe attestierten den Hauptschulabsolventen eine gute Ausbildungsfähigkeit. In diesem Schuljahr sind nur noch 13 Schüler/innen in der Eingangsklasse. Die Hauptschule Olsberg leidet unter dem allgemeinen negativen Trend der Schulform Hauptschule. Fast 20 Olsberger Hauptschüler fahren in diesem Jahr nach Siedlinghausen zur Ganztagsschule. Im Schuljahr 2011/12 wird ein interessantes Ganztagsangebot in der Olsberger Hauptschule angeboten.

 

Ratsmitglied Karl-Josef Wiegelmann bemängelte, dass die Landesregierung noch keine Bestandsgarantie für die Gymnasien beschlossen hätte. Herr Beckmann wies darauf hin, dass die Gymnasien nur mit einer Verfassungsmehrheit aufgelöst werden könnten, was bestimmt mit einer CDU nicht machbar ist und  mit den CDU Stimmen verhindert werden kann.

 

Durch die CDU Veranstaltung ist die Diskussion in Olsberg eröffnet worden, mit dem Ziel, gemeinsam die Schulform zu finden, die zum Wohle unserer Kinder ist und den Schulstandort Olsberg nachhaltig sichert.

 

 

 

 

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