Seit fast einem Jahr, seit der pandemischen Lage, hat sich die politische Arbeit auch in Olsberg verändert. Präsenzsitzungen finden nur bei absoluter Notwendigkeit statt. Maskenpflicht, weite Abstände zwischen den Sitzungsteilnehmern sowie Stadtratssitzungen in der Konzerthalle und in der Bigger Schützenhalle. Eine Reduzierung der Tagesordnungspunkte und der Redebeiträge auf das Notwendige sollen die Dauer der Sitzungen begrenzen. Auch auf die Politik hat der Lockdown negative Auswirkungen.
Zum politischen Geschäft gehören neben den Sitzungen von Rat und Ausschüssen auch die vorbereitenden Diskussionen in den Fraktionen. Auch hier greift der Lockdown, die Fraktionen haben daher reagiert, indem beispielsweise Fraktionssitzungen per Videokonferenz abgehalten werden. Die letzte Fraktionssitzung wurde entsprechend durchgeführt. Die Fraktionsvorsitzende Sabine Menke resümiert: „Für viele von uns gehören Videokonferenzen mittlerweile schon zum täglichen beruflichen Geschehen. Und so hat unsere erste Online-Fraktionssitzung super geklappt. Vorteile liegen sicher darin, dass man sein häusliches Umfeld nicht verlassen braucht. Am Montag konnte ich 26 Teilnehmer online begrüßen. Trotz vieler Vorteile fehlt einfach der persönliche Kontakt. Gerade für die vielen neuen Ratsmitglieder ist der Einstieg in die politische Arbeit über diesen Weg schwieriger. Und es fehlt, das wir bei diesen Zusammentreffen neben der Diskussion über das politische Geschehen hier und da nicht auch mal privat ins Gespräch kommen können.“

Außerdem hat sich die Arbeit im CDU Stadtverband verändert. Videokonferenzen beherrschen auch hier die Politik. Neben Videokonferenzen findet viel Kommunikation über E-Mail und WhatsApp statt. Natürlich sind telefonisch alle gut vernetzt, sodass man sich bei dringenden Themen direkt kurzschließen kann.
Die Stadtverbandsvorsitzende Hiltrud Schmidt sieht in dieser Arbeit Vor- und Nachteile. Es wird weniger „um den heißen Brei herum“ geredet, die Sitzungen sind stringenter. Auf der anderen Seite fehlt die direkte Diskussion einer Präsenzsitzung. Die Mimik und bestimmte Reaktionen, die Stimmungen widerspiegeln, sind auf dem Bildschirm leider nicht ersichtlich. Vor allem wird die Geselligkeit als gemeinschaftsbildender Faktor bei der politischen Arbeit vermisst.“

Hiltrud Schmidt, die auch Delegierte beim Bundesparteitag war, lobt den digitalen Parteitag. Das Format, die Handhabung und die Betreuung waren einwandfrei, kurzum alles war vorbildlich organisiert. Aber auch hier fehlen das Gespräch am Rande und das Treffen auf ein Bier, um auch die Stimmung aus den anderen Kreisen und Bundesländern aufzunehmen.

Die CDU im Hochsauerland hat noch die Aufgabe den/die Bundestagskandidaten/in für die Bundestagswahl am 26.09.2021 aufzustellen. Planmäßig hätte der Kreisparteitag im Februar stattgefunden. Der vorgeschaltete Stadtparteitag zur Wahl der Delegierten zur Aufstellung des Bundestagsabgeordneten ist bereits zweimal verschoben worden. Alle Fristen wurden aufgrund der epidemischen Lage nach hinten verschoben. Somit haben alle noch einige Wochen Zeit. Die Landes- und Kreispartei arbeiten zurzeit an einem geeigneten Verfahren, die entsprechenden Wahlen verantwortungsbewusst durchführen zu können.