Sachverhalt aus der Vorlage 022/2021:

  1. Sachstand zur Umsetzung des Medienentwicklungsplanes
    In der Sitzung des Fachausschusses am 22.11 .2018 wurde der Medienentwicklungsplan für die
    Schulen der Stadt Olsberg von der Südwestfalen-IT vorgestellt. In der Verwaltungsvorlage
    040/2020 wurde die weitere Umsetzung des Medienentwicklungsplanes dargestellt und darüber
    in der Sitzung am 17.06.2020 beraten.
    Mit dieser Verwaltungsvortage soll über den aktuellen Sachstand der Digitalisierungsmaßahmen
    und weiteren Projekten im schulischen Bereich informiert werden.
    Allgemein:
    Im Jahr 2020 wurden mittlerweile alle Klassenräume der Schulen mit interaktiven Tafeln ausgestattet. Es sind somit keine Kreidetafeln mehr in den Klassenräumen vorhanden. Bei den letzten neubeschafften Tafeln handelt es sich nun um Touch-Displays. Zuvor waren White-Bords mit
    interaktiven Beamern im Einsatz. Diese Geräte erwiesen sich allerdings als fehleranfällig. Mit
    den neuen Touch-Displays wird der Wartungsaufwand deutlich reduziert.
    Die im Medienentwicklungsplan vorgesehenen Beschaffungen von iPad-Koffern wurden, wie auch
    schon im Juni 2020 berichtet, zunächst zurückgestellt. Da noch keine Schule über eine ausreichende, strukturierte Netzwerkumgebung verfügt, wäre die Beschaffung von iPads für die Schülerinnen und Schüler nicht sinnvoll, da deren Einsatz im Unterricht nur eingeschränkt möglich
    wäre. Da damit gerechnet wird, dass in diesem Jahr an allen Schulen ein Breitbandanschluss
    vorhanden ist, sollen noch in diesem Jahr für alle Schulen iPad-Koffer beschafft werden.
    Über die Beschaffung von digitalen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht wird noch später in dieser Vorlage eingegangen.
    Zum Stand der Vernetzung und Anbindung an das Breitbandnetz können folgende Aussagen getroffen werden:
    Grundschule Bigge:
    Die Grundschule Bigge verfügt über eine Netzwerksstruktur aus dem Jahr 2017. Das Netzwerk
    muss für eine flächendeckende WLAN-Versorgung noch weiter ausgebaut und mit zusätzlichen
    Access-Points ausgestattet werden. Eine provisorische WLAN-Nutzung ist zwar derzeit möglich,
    für die Versorgung des kompletten Schulbetriebs aber nicht ausreichend. Der Ausbau des Netz-
    Vorlage 022/2021 der Stadt Olsberg Seite: 2/3
    werkes ist für das Jahr 2022 geplant. Der Breitbandanschluss, der durch das Landesprogramm
    „Glasfaser an Schulen“ zu 100 % finanziert wird, soll nach Auskunft der Telekom noch im Frühjahr 2021 bereitgestellt werden. Der Auftrag für die Anbindung an das Breitbandnetz für die
    Grundschule Bigge und Bruchhausen wurde vom Rat der Stadt Olsberg am 27.08.2020 an die Telekom erteilt.
    Grundschule Olsberg:
    In der Grundschule Olsberg ist zwar eine strukturierte Netzwerkverkabelung vorhanden, welche
    jedoch nicht breitbandfähig ist. Im Sommer 2021 soll die Netzwerkverkabelung mit entsprechenden Access-Points erneuert werden. Die Anbindung an das Breitbandnetz erfolgt über eine Verbindung zur Sekundarschule.
    Grundschule Bruchhausen:
    Wie auch bei der Grundschule Olsberg ist in Bruchhausen eine Verkabelung vorhanden, die aber
    nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Hier ist eine Erneuerung des Netzwerkes im Jahr 2021 vorgesehen. Der Anschluss an das Breitbandnetz soll, wie bei der Grundschule
    Bigge, im Frühjahr 2021 erfolgen und wird komplett durch das Landesprogramm „Glasfaser an
    Schulen“ finanziert.
    Sekundarschule Olsberg:
    Im Juni 2020 wurde ein Unternehmen mit der Digitalisierung der Sekundarschule Olsberg-Bestwig, Hauptstandort Olsberg beauftragt. Neben der Netzwerktechnik wurde auch die Erneuerung
    der elektrischen Lautsprecheranlage (ELA) und der Brandmeldeanlage beauftragt.
    Die Arbeiten sind mittlerweile weit fortgeschritten, so dass mit der Inbetriebnahme des Netzwerkes planmäßig nach den Sommerferien 2021 zu rechnen ist. Die Kosten für die Netzwerktechnik belaufen sich auf rd. 315.000 EUR und werden zu 90 % durch den „DigitalPakt Schule
    NRW“ mitfinanziert. Der Breitbandanschluss, der über das Bundesprogramm „Schulen ans Gigabit-Netz“ finanziert wird, liegt seit Mitte Februar im Gebäude und kann aktiviert werden, sobald das Netzwerk einsatzbereit ist.
    Förderschule Olsberg:
    Wie auch bei der Sekundarschule wird bei der Schule an der Ruhraue im Rahmen des Netzwerkausbaus auch die ELA und Brandmeldeanlage erneuert. Hier sind die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen und auch der Breitbandanschluss wurde seitens der Telekom verlegt und
    freigeschaltet. Mit der Inbetriebnahme der Netzwerkes kann begonnen werden, wenn die noch
    fehlenden Access-Points installiert wurden. Die Baumaßnahme wird aus dem „DigitalPakt Schule
    NRW“ mit rd. 50.000 EUR gefördert. Die Breitbandanbindung zum Gebäude wird über das Bundesprogramm „Schulen ans Gigabit-Netz“ finanziert.
  2. Weitere Projekte bzw. Teilnahme an Förderprogrammen
    Das Land NRW bzw. der Bund stellen in den Jahren 2020 und 2021 Haushaltsmittel für verschiedenste Förderprogramme zur Verfügung, über die hier kurz berichtet werden soll:
    2.1 DigitalPakt Schule NRW:
    Wie schon oben erwähnt, stellt das Land in Verbindung mit dem Bund Mittel für Digitalisierungsmaßnahmen an den Schule zur Verfügung. Die Stadt Olsberg kann bis zum 31.12.2021 insgesamt
    348.905 EUR für Digitalisierungsmaßnahmen beantragen. Hiervon entfallen, aufgeteilt nach
    Schülerzahlen, auf die Förderschule 48.798 EUR und auf die übrigen Schulen 300.107 EUR. Die
    Mittel für die Förderschule wurden komplett abgerufen. Für die Digitalisierungsmaßnahmen an
    der Sekundarschule wurden 287.823 EUR abgerufen. Die noch verbleibenden 12.283 EUR wer

den in Kürze noch für die Beschaffung der Access-Points angefordert.
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2.2 Sofortausstattungsprogramm für bedürftige Schülerinnen und Schüler:
Im Rahmen der Bundesförderung „Sofortausstattungsprogramm“ stehen der Stadt Olsberg
65.697 EUR für die Beschaffung von digitalen Endgeräten für bedürftige Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Die Förderquote beträgt 90 %. Die Mittel sollen nach Absprache mit den Schulen für die Beschaffung von iPads verwendet werden. Insgesamt werden 210 Endgeräte beschafft, die nach Anzahl der Schülerinnen und Schüler auf die Schulen verteilt werden.
Die Stadt Olsberg hat sich an einer europaweiten Ausschreibung der KoPart eG (Einkaufsgenossenschaft des Städte- und Gemeindebundes NRW) beteiligt und den Auftrag für die Lieferung
der Geräte am 20.11.2020 erteilt. Da es jedoch bei der Firma Apple zu erheblichen Lieferschwierigkeiten gekommen ist, konnten die Geräte noch nicht ausgeliefert werden. Es wird jedoch
kurzfristig mit einer Auslieferung gerechnet. Die notwendigen iPad-Koffer wurden schon geliefert, so dass die Geräte auch unmittelbar einsatzbereit sein werden.
2.3 Landesprogramm für digitale Endgeräte des Lehrpersonals:
Für die Beschaffung von digitalen Endgeräten für Lehrkräfte an Schulen in NRW stellt das Land
der Stadt Olsberg 81.000 EUR zur Verfügung. Hiermit werden zu 100 % die Beschaffung von iPads
oder Laptops für Lehrerinnen und Lehrer gefördert. Eine Abfrage an den Schulen der Stadt Olsberg ergab, dass 64 Lehrerinnen und Lehrer ein Windows-Endgerät und 94 Lehrerinnen und Lehrer ein iPad nutzen möchten. Auch in diesem Fall hat sich die Stadt Olsberg an einer Ausschreibung der KoPart eG beteiligt. Das Ausschreibungsergebnis für die Windows-Endgeräte liegt leider noch nicht vor, so dass die Beschaffung noch nicht abgeschlossen werden kann. Es wird aber
zeitnah mit einem Ergebnis gerechnet, so dass kurzfristig eine Beauftragung erfolgen kann.
2.4 Förderung von technischen Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften in Schulen:
Vor dem Hintergrund des Regelbetriebs der Schulen und der Bedeutung des infektionsschutzgerechten Lüftens in den Schulen hat das Land NRW eine Umfrage bei den Schulen durchgeführt.
Es wurde abgefragt, ob eine ausreichende Belüftung in den Räumen der Schulen möglich ist, um
die Infektionsgefahr zu reduzieren. Bei den Schulen der Stadt Olsberg ist in der Sekundarschule
in 16 Klassenräumen im Gebäudeteil B (ehemals Realschule) keine ausreichende Belüftung möglich. Grund hierfür ist, dass die Fenster in diesen 16 Räumen aus statischen Gründen nicht vollständig geöffnet werden können. Ein Umbau der kompletten Fensterfront ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar.
Es wurden daher 16 Luftreiniger für die Klassen beschafft und aufgebaut. Die Kosten in Höhe von 57.317 EUR wurden komplett über das Landesprogramm gefördert.