Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Stadt Olsberg mit all ihren Ortsteilen hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Durch die Umsetzung des Zentrenkonzeptes hat der Kernbereich von Olsberg sein Gesicht positiv verändert. Davon profitiert die ganze Stadt.

Rat und Verwaltung haben die letzten Jahre dazu genutzt, die Modernisierung unserer Kindertagesstätten, die Bildungseinrichtungen sowie Freizeit- und Sportstätten voranzutreiben. Für Familien, Kinder sowie Senioren gibt es vielfältige Angebote in unserer Stadt. Darauf können wir in Olsberg stolz sein. Die CDU hat als Mehrheitsfraktion im Rat der Stadt in den letzten Jahren und Jahrzehnten an dieser guten Entwicklung an entscheidender Stelle mitgearbeitet und die Weichen gestellt. Aber: Hierauf wollen wir uns nicht ausruhen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir Olsberg, mit all seinen Ortsteilen, weiter nach vorne bringen:

Wir müssen weiterhin, für Jung und Alt, ausreichend Wohnraum zur Verfügung stellen.
Hierbei sind barrierefreie Wohnungen und Mehrgenerationenwohnen wichtige Zukunftsprojekte. Da wir, nicht nur durch die Corona Krise, erkennen, dass es eine Rückbesinnung zum Wohnen auf dem Lande gibt, benötigen wir nach wie vor auch Baugebiete für junge Familien. Aber wir werden auch neue Formen von Eigentumserwerb, wie zum Beispiel Immobilientausch (Jung kauft Alt) unterstützen.

Im öffentlichen Zusammenleben spielt die Barrierefreiheit eine große Rolle. Hier muss noch in den nächsten Jahren an einigen Stellen nachgearbeitet werden. Das haben wir aus den Diskussionen in unseren Dörfern beim Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) mitgenommen.

Junge Familien sind die Zukunft in unserer Stadt. Wir werden sie – wie bisher – tatkräftig unterstützen. Die gut ausgebauten Betreuungsangebote werden wir im Auge behalten und bedarfsgerecht erweitern. Wir setzen uns für ein vielfältiges Angebot ein, sei es von freien oder kommunalen Trägern.

Unsere qualifizierten Schulangebote im Grund- und Sekundarschulbereich werden wir zukunftsorientiert begleiten und optimieren. Wichtig sind uns im Grundschulbereich besonders die verschiedenen Betreuungsangebote und auch der offene Ganztag. Hier wird die Nachfrage in den nächsten Jahren steigen. Daher müssen die Rahmenbedingungen angepasst werden.

Den besonderen Bedarf im Bereich der Digitalisierung unserer Schulen haben wir erkannt. Wir sind hier schon auf einem guten Weg. In den Zeiten des Corona Virus erkennen wir allerdings auch, dass hier noch einiges umgesetzt werden muss. In den nächsten Jahren möchten wir in diesem Bereich noch mehr investieren. Dies gelingt auch durch den Zugang zu entsprechenden Fördermitteln. Diesen Prozess werden wir weiterhin konstruktiv begleiten.

Den Standort der Elisabeth-Klinik gilt es zu sichern und adäquat auszubauen. Dies ist für die Sicherung der medizinischen Versorgung vor Ort unabdingbar. Wir sind froh, dass wir die Elisabeth-Klinik mit ihrem breiten medizinischen Angebot in unserer Stadt haben. Sie ist uns auch ein wertvoller Arbeitgeber. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass unsere Bürger auch in Zukunft vor Ort medizinisch versorgt werden können. Selbstverständlich haben auch die Rettungswache und der Rettungsdienst unsere volle Unterstützung.

Ehrenamtliches Engagement ist ein hohes Gut und der „Kitt“ in unserer Gesellschaft. Das Bürgerschaftliche Engagement ist Basis für gelebte Solidarität. Die örtlichen Vereine werden von uns weiterhin gefördert und unterstützt. Auch in schwierigen finanziellen Zeiten werden wir uns dafür einsetzen, dass es bei diesen freiwilligen Leistungen keine Mittelkürzungen geben wird.

Der Brandschutz wird in unserer Stadt durch ehrenamtliche Feuerwehrkameradinnen und Kameraden sichergestellt. Diese übernehmen auch in den Ortsteilen weitere, zusätzliche ehrenamtliche Aufgaben. Dazu stehen wir auch in der Zukunft. In den nächsten Jahren werden wir einige Feuerwehrhäuser ertüchtigen; vielleicht auch neu bauen müssen. Die gewachsenen sicherheitstechnischen Auflagen zwingen uns dazu. Ein extern aufzustellender, neuer Brandschutzbedarfsplan soll uns bei den Entscheidungen der großen Investitionen in der Zukunft unterstützen. Wir werden die Erstellung sowie Umsetzung des neuen Brandschutzbedarfsplanes aufmerksam verfolgen und auch unsere Ideen einbringen.

Die Weiterentwicklung der dörflichen Strukturen für unsere Ortsteile liegt uns sehr am Herzen. Daher sind für die Fortführung des IKEK-Prozesses, als auch natürlich für den sogenannten LEADER-Prozess in den nächsten Jahren ausreichend Mittel in den städtischen Haushalt einzustellen. Die durchgeführten und bisher angeregten Maßnahmen zeigen: Dies ist gezielte Förderung des ehrenamtlichen Engagements.

Die Bewältigung der Folgen aus der Corona-Pandemie wird uns vor neue Herausforderungen stellen. Dies betrifft bei uns besonders den Einzelhandel, die örtliche Gastronomie und Hotellerie, die Handwerksbetriebe und unsere mittelständischen Unternehmungen.
Dazu passt es, dass wir die Verwaltung beauftragt haben zu untersuchen, ob die kommunale Wirtschaftsförderung in Olsberg noch richtig aufgestellt ist. Wir sind bereit, hier in der Zukunft neue Wege der Wirtschaftsförderung zu beschreiten.
Olsberg ist bekanntlich ein bedeutender Wirtschafts-, Gesundheits- und Tourismusstandort. Dies sichert uns vor Ort Arbeitsplätze und Wohlstand.
Beim Ausbau der Breitbandversorgung durch leistungsstarke Glasfaserverbindungen sind wir auf einem guten Weg. Unser Ziel ist es, eine flächendeckende Breitbandversorgung für alle Ortsteile und alle Gewerbegebiete, ohne Ausnahme, zu erreichen. Dies ist die unverzichtbare Voraussetzung zur Stärkung des Wohn- und Wirtschaftsstandortes Olsberg. Sie ist mittlerweile genauso wichtig wie die Versorgung mit Strom und Wasser.

Der Weiterbau der B7n ist die wichtigste, verkehrliche Infrastrukturmaßnahme in der Zukunft für unsere Region. Sie dient besonders auch der Entlastung der sehr stark belasteten Ortsdurchfahrten von Antfeld und Altenbüren. Hier sind wir mit den bisherigen Ergebnissen der Vorplanung durch den Straßenbaulastträger äußerst unzufrieden. In diesem Tempo kann es nicht weitergehen. Wir drängen weiter auf einen endgültigen Beschluss zur Linienbestimmung durch die Räte in Olsberg und Brilon noch in diesem Jahr. Naturschutz und Artenschutz haben sicherlich ihre Berechtigung. Die Schutzbedürfnisse der betroffenen Bürgerinnen und Bürger kommen uns allerdings entschieden zu kurz.

Der Weg der Stadt Olsberg zur klima- und umweltfreundlichen Stadt Olsberg ist weiter zu gehen. Vieles ist in den letzten Jahren schon angestoßen und umgesetzt worden. An diesem Prozess werden wir stetig weiterarbeiten. Ökologie und Ökonomie schließen sich nicht gegenseitig aus. Wir werden die Arbeit des in Olsberg eingerichteten Klimabeirates auch mit eigenen, realistischen Vorschlägen begleiten.

Die Umsetzung der Energiewende ist ein fortlaufender Prozess. Dem wollen wir uns gerne stellen. Eine erfolgreiche Energiewende gibt es nur mit realistischen Zielen und einer engen Abstimmung zwischen EU, Bund, Ländern und Kommunen. Gerade im Bereich der Windenergie sollte nur an denjenigen Standorten entwickelt werden, die menschen-, natur- und raumverträglich sind. Ohne die Mitnahme der Bürgerinnen und Bürger wird die Energiewende nicht gelingen.

Das Angebot des Öffentlichen Nahverkehrs muss bedarfsgerecht weiterentwickelt werden.
Wir werden weiterhin fordern, dass die Verkehrsträger im HSK attraktive Kombitickets anbieten; dies auch über den HSK hinaus.
Dazu gehört auch der weitere Ausbau bzw. die Umrüstung von barrierefreien Haltestellen. Nur so kann es gelingen, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren.

In Zusammenarbeit mit unserem kommunalen Energieversorger, der Hochsauerlandenergie GmbH, haben wir bereits Ladestationen für Elektroautos am AquaOlsberg sowie der Konzerthalle errichtet.
Eine weitere Station ist im Kurpark Dr. Grüne für dieses Jahr geplant. Wir befürworten die weitere Errichtung von Ladestationen für E-Bikes und auch Abstellstationen mit Lademöglichkeit für Räder am Bahnhof in Bigge und am Bahnhof in Olsberg.
Unser gutes Radwegenetz in Olsberg ist allerdings auch noch an der einen oder anderen Stelle zu optimieren.

Die Kommunen müssen so ausgestattet werden, dass sie in der Lage sind, ihre gesetzlichen Aufgaben auch zu leisten. Die Kommunen benötigen wieder mehr Luft zum Atmen. Gestaltungsspielräume zu nutzen, ist attraktiver als über Sparpläne zu beraten. Wir werden alles dafür tun, dass wir in Olsberg in 2022 wieder über einen ausgeglichenen Haushalt verfügen und damit wieder „Herr im eigenen Laden“ sind. Allerdings spielt uns die augenblickliche wirtschaftliche Situation nicht gerade positiv in die Karten.
Wir wollen in den nächsten Jahren die Verschuldung unserer Stadt weiter zurückfahren. Weiterhin gilt: Investieren wo nötig und sparen wenn möglich.

Der begonnene Digitalisierungsprozess in der Verwaltung wird von uns nachdrücklich begrüßt. Gerade in den Zeiten der Corona-Pandemie ist dies ein richtiger und auch wichtiger Schritt. Allerdings dürfen wir auch diejenigen nicht vergessen, welche nach wie vor, aus verschiedensten Gründen, den persönlichen Kontakt mit der Verwaltung suchen.